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Frank Sierens „Der Auto-Schock“ ist ein wirtschaftspolitisches Sachbuch über den raschen Aufstieg chinesischer Autohersteller und die daraus entstehende Krise der deutschen Leitindustrie. Der seit Jahrzehnten in Peking lebende Journalist untersucht vor allem den Wandel vom klassischen Verbrennergeschäft zur elektrischen, digital vernetzten und zunehmend softwaregeprägten Mobilität. Sein Ausgangspunkt ist die sichtbar geschwächte Position deutscher Marken im chinesischen Markt für Elektroautos, während Unternehmen aus China international an Reichweite gewinnen. Das Buch verbindet Marktbeobachtungen, Eindrücke aus Fahrzeugtests, Gespräche mit Akteuren der Branche und Einblicke in Produktions- sowie Rohstoffketten. Sieren behandelt China nicht bloß als subventionierten Niedrigkostenstandort, sondern als eigenständigen Innovationsraum mit hoher Entwicklungsgeschwindigkeit. Zugleich ist das Buch als Warnung an Unternehmen und Politik angelegt: Es fragt, warum deutsche Hersteller den Umbruch unterschätzt haben, welche Rolle Kundenwünsche und Preis-Leistungs-Verhältnisse spielen und welche strategischen Antworten Europa noch offenstehen. Damit ordnet es die Autokonkurrenz in eine breitere Verschiebung wirtschaftlicher Machtverhältnisse ein.