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Dies sind die Erkenntnisse aus diesem Buch.
Erstens, Alle Gefühle sind wichtig und haben eine Funktion, Ein zentrales Anliegen des Buches ist die Grundbotschaft, dass jedes Gefühl erlaubt ist und ernst genommen werden sollte. Kinder begegnen in den dargestellten Alltagsszenen unterschiedlichen emotionalen Reaktionen und lernen, dass Gefühle nicht einfach gut oder schlecht sind, sondern Signale mit einer Aufgabe. Freude kann zeigen, was Kindern guttut und was sie stärkt. Wut kann darauf hinweisen, dass eine Grenze überschritten wurde oder etwas als ungerecht erlebt wird. Traurigkeit kann helfen, Verlust oder Enttäuschung zu verarbeiten, und Angst kann warnen und zu Vorsicht anregen. Durch diese Einordnung wird das Thema entdramatisiert: Das Kind muss nicht gegen das Gefühl kämpfen, sondern darf es wahrnehmen und verstehen. Gleichzeitig entsteht ein Rahmen, in dem auch schwierige Gefühle ihren Platz bekommen, ohne dass sie beschönigt oder weggedrückt werden. Für Erwachsene bietet diese Perspektive eine hilfreiche Gesprächsgrundlage, weil sie den Fokus weg vom Bewerten hin zum Erkunden lenkt. So unterstützt der Band Kinder dabei, eine akzeptierende Haltung zur eigenen Gefühlswelt aufzubauen und erste Schritte zu emotionaler Selbstkompetenz zu machen.
Zweitens, Gefühle erkennen und benennen anhand kindnaher Situationen, Das Buch arbeitet mit Szenen aus der Lebenswelt von Kindern, damit Emotionen nicht abstrakt bleiben. Statt Definitionen stehen beobachtbare Momente im Vordergrund: ein überraschendes Geschenk, Konflikte, Unsicherheit in neuen Situationen oder Momente, in denen man sich zurückgesetzt fühlt. Solche Beispiele ermöglichen Kindern, die Verbindung zwischen Ereignis, innerem Erleben und sichtbarem Verhalten herzustellen. Wichtig ist dabei das Benennen: Kinder bekommen Wörter für Gefühle und verwandte Zustände, wodurch sie sich präziser ausdrücken können. Das erleichtert nicht nur das Gespräch mit Erwachsenen, sondern auch das Miteinander mit anderen Kindern, weil Missverständnisse abnehmen können. Die Illustrationen unterstützen diesen Prozess, indem sie Mimik, Körperhaltung und Kontext deutlich zeigen. Dadurch können Kinder lernen, Gefühle bei sich selbst und bei anderen zu erkennen, auch wenn noch nicht alles sprachlich ausgereift ist. Gleichzeitig lädt die Gestaltung dazu ein, innezuhalten und nachzufragen: Was könnte die Person fühlen und warum. Das fördert Perspektivübernahme und Empathie, ohne moralisch zu belehren. So wird aus dem Vorlesen ein Dialog, der sich gut in Familien und in der pädagogischen Arbeit nutzen lässt.
Drittens, Wo Gefühle im Körper spürbar werden, Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Körperwahrnehmung. Kinder erleben Emotionen häufig zuerst körperlich, etwa als schnelleres Herzklopfen, ein flaues Gefühl im Bauch, angespannte Fäuste oder das Bedürfnis zu weinen. Der Band greift diese Erfahrung kindgerecht auf und macht deutlich, dass Gefühle nicht nur Gedanken sind, sondern auch körperliche Signale. Das ist pädagogisch bedeutsam, weil Kinder so früh lernen können, Warnzeichen und Bedürfnisse wahrzunehmen. Wer merkt, dass sich Ärger aufbaut oder Angst stärker wird, kann eher Hilfe holen oder eine Pause machen. Gleichzeitig wird vermittelt, dass körperliche Reaktionen normal sind und nicht bedeuten, dass mit einem etwas nicht stimmt. Das kann beruhigen, besonders bei intensiven Gefühlen. Für Erwachsene eröffnet dieser Ansatz einfache Gesprächsfragen wie Wo spürst du das gerade, die Kinder oft leichter beantworten können als abstrakte Warum-Fragen. Damit wird emotionale Selbstregulation vorbereitet, ohne zu versprechen, dass Gefühle sich sofort abstellen lassen. Der Band zeigt den Zusammenhang zwischen Körper, Gefühl und Handlung und bietet damit eine Grundlage, um Kinder im Alltag feinfühlig zu begleiten, bevor Konflikte oder Überforderung zu groß werden.
Viertens, Überforderung, Kummer und schwierige Gefühle ansprechbar machen, Das Buch beschränkt sich nicht auf angenehme Emotionen, sondern nimmt auch belastende Gefühle ernst. Themen wie Traurigkeit, Einsamkeit, Unsicherheit oder das Gefühl, überfordert zu sein, werden sensibel in Alltagsszenen eingebettet. Dadurch entsteht ein sicherer Rahmen: Kinder sehen, dass solche Zustände vorkommen und dass man darüber sprechen darf. Besonders wichtig ist die Normalisierung, ohne Probleme zu bagatellisieren. Wenn ein Kind merkt, dass andere ähnliche Gefühle haben, sinkt die Scham, und es fällt leichter, Unterstützung anzunehmen. Das Buch zeigt zudem, dass Gespräche mit vertrauten Erwachsenen entlasten können. Damit wird eine Brücke gebaut zwischen innerem Erleben und sozialer Unterstützung. Für den Einsatz in Kita oder Familie ist das wertvoll, weil Erwachsene konkrete Anlässe bekommen, mit Kindern über Kummer und Sorgen zu reden, ohne dass das Kind erst eine Krise formulieren muss. Gleichzeitig bleibt der Ton altersgerecht und behutsam: Es wird nicht dramatisiert, sondern verständlich gemacht, dass Gefühle kommen und gehen können und dass Hilfeholen dazugehört. So stärkt der Band nicht nur Wissen, sondern auch emotionale Sicherheit und Offenheit im Umgang mit Belastungen.
Schließlich, Interaktive Elemente: Klappen und die drehbare Gefühls-Uhr, Wie für die Reihe typisch, arbeitet der Band mit Klappen, die Kinder aktiv einbeziehen. Durch das Aufklappen werden Situationen erweitert, Veränderungen sichtbar gemacht oder Handlungen nachvollziehbar, wodurch Kinder länger aufmerksam bleiben und das Thema spielerisch erkunden. Die Interaktivität unterstützt außerdem das Gespräch, weil Kinder selbst steuern können, was als Nächstes entdeckt wird. Als besonderes Highlight wird häufig die drehbare Gefühls-Uhr hervorgehoben. Sie lädt dazu ein, die aktuelle Gefühlslage zu zeigen und Worte dafür zu finden. Das kann gerade Kindern helfen, die noch wenig Erfahrung damit haben, Emotionen zu benennen oder die im Moment des Erlebens sprachlos sind. Die Gefühls-Uhr kann als kleines Ritual im Alltag dienen, etwa nach dem Kindergarten oder vor dem Schlafengehen, um gemeinsam auf den Tag zu schauen. Damit verbindet das Buch Wissen mit einer praktischen Anwendung, die über das reine Vorlesen hinausgeht. Zugleich ist zu beachten, dass manche weiterführenden Anregungen je nach Entwicklungsstand eher für ältere Kinder in der Zielspanne passen. Insgesamt macht die Ausstattung das Buch zu einem Werkzeug, das wiederholt genutzt werden kann und Gespräche über Gefühle niedrigschwellig ermöglicht.