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#Patriarchat #Männlichkeit #Gleichstellung #GesellschaftlicheKosten #Gewaltprävention #WasMnnerkosten
Dies sind die Erkenntnisse aus diesem Buch.
Erstens, Patriarchat als Kostenfaktor für Gesellschaft und Staat, Ein zentrales Thema des Buches ist die Frage, wie sich patriarchale Strukturen in messbare und spürbare Kosten übersetzen. Dabei geht es nicht nur um Budgets, sondern um systematische Folgelasten, die entstehen, wenn Macht, Ressourcen und Status an traditionelle Männlichkeitsnormen gekoppelt bleiben. Der Autor zeigt, wie Ausgaben für Krisenbewältigung, Strafverfolgung, Gesundheitsversorgung oder soziale Sicherung steigen können, wenn Prävention und Gleichstellung politisch nachrangig behandelt werden. Diese Betrachtung verschiebt den Rahmen: Gleichstellung wird nicht als Zusatzprojekt verstanden, sondern als wirtschaftliche und gesellschaftliche Notwendigkeit. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen direkten Kosten, etwa Ausgaben infolge von Gewalt oder Unfällen, und indirekten Kosten, etwa Produktivitätsverluste, langfristige Erkrankungen oder geringere Teilhabe. Die Argumentation macht deutlich, dass patriarchale Muster wie Dominanzorientierung, Abwertung von Fürsorgearbeit oder die Norm des Unverletzlichen eine Infrastruktur der Ineffizienz schaffen. Wer diese Zusammenhänge erkennt, versteht Gleichstellung als Investition in Stabilität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. Das Thema lädt außerdem dazu ein, die Debatte über Steuergelder, Sozialpolitik und öffentliche Prioritäten neu zu führen, ohne einzelne Gruppen zu beschuldigen, sondern Strukturen zu verändern.
Zweitens, Gesundheit, Risiko und die Folgekosten traditioneller Männlichkeit, Das Buch behandelt ausführlich, wie sich Männlichkeitsnormen auf Gesundheit und Risikoverhalten auswirken und welche Konsequenzen daraus für Individuen und Systeme entstehen. Traditionelle Erwartungen, stark zu sein, Schmerz zu ignorieren oder Probleme allein zu lösen, können dazu führen, dass Männer Vorsorge seltener nutzen, später Hilfe suchen und psychische Belastungen eher verdrängen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit schwererer Krankheitsverläufe und damit die Kosten für Behandlung und Rehabilitation. Hinzu kommt ein kulturell gefördertes Risikoverhalten, das sich etwa in gefährlicheren Freizeit- und Verkehrspraktiken, Suchtverhalten oder höherer Gewaltbereitschaft ausdrücken kann. Der Autor verbindet diese Muster mit der Frage, wer die Folgen trägt: Betroffene selbst, Familien, Arbeitgeber, das Gesundheitssystem und letztlich die Allgemeinheit. Besonders relevant ist dabei die Perspektive, dass Prävention nicht nur medizinisch, sondern auch kulturell gedacht werden muss. Wenn Fürsorge, emotionale Kompetenz und frühzeitige Unterstützung als legitime Bestandteile von Männlichkeit gelten, sinkt die Wahrscheinlichkeit kostenintensiver Eskalationen. Das Thema verdeutlicht, dass Geschlechterrollen auch ein Public-Health-Thema sind und dass eine Modernisierung von Männlichkeit konkrete Vorteile für Lebensdauer, Lebensqualität und gesellschaftliche Resilienz bringen kann.
Drittens, Gewalt, Kriminalität und Sicherheit als patriarchale Nebenwirkungen, Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Gewalt und ihren Kosten, wobei das Buch die Verbindung zwischen patriarchalen Machtlogiken und erhöhter Gewaltwahrscheinlichkeit herausarbeitet. Gewalt wird nicht als Einzelfallserie betrachtet, sondern als sozial mitgeprägtes Phänomen, das mit Statuskonkurrenz, Dominanzansprüchen und bestimmten Vorstellungen von Ehre und Kontrolle zusammenhängt. Daraus ergeben sich hohe gesellschaftliche Lasten: Polizeiarbeit, Justiz, Strafvollzug, Opferschutz, medizinische Versorgung, Therapie sowie langfristige Folgen wie Traumatisierung und Arbeitsausfälle. Der Autor lenkt den Blick darauf, dass Gewaltprävention nicht nur im Nachhinein reagieren darf, sondern früh ansetzen muss, etwa in Bildung, Jugendarbeit, Konfliktkompetenz und einem Umfeld, das emotionale Selbstregulation fördert. Gleichzeitig wird deutlich, dass Gewalt auch Männer selbst betrifft, etwa als Täter mit zerstörten Biografien oder als Opfer bestimmter Gewaltformen. Diese doppelte Perspektive unterstützt die zentrale These: Patriarchale Muster produzieren Kosten, weil sie Eskalation begünstigen und kooperative Problemlösungen abwerten. Das Thema macht verständlich, warum Investitionen in Gleichstellung, Prävention und soziale Infrastruktur nicht nur moralisch begründbar sind, sondern auch sicherheitspolitisch und ökonomisch rational. Sicherheit wird als Gemeinschaftsaufgabe lesbar, die von veränderten Rollenbildern profitiert.
Viertens, Arbeit, Care und die versteckten Rechnungen der Ungleichverteilung, Das Buch thematisiert die ökonomischen Folgen einer geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, in der Erwerbsarbeit und Status häufig männlich konnotiert sind, während Care-Arbeit und Beziehungsarbeit strukturell abgewertet werden. Diese Asymmetrie erzeugt mehrere Kostenarten: Für Individuen entstehen Belastungen durch Überarbeitung, geringere Vereinbarkeit und finanzielle Risiken, etwa bei Trennung oder Krankheit. Für Unternehmen zeigen sich Kosten durch Fehlzeiten, geringere Bindung, weniger diverse Führung und ungenutzte Potenziale. Für den Staat steigen Ausgaben, wenn Care-Lücken durch teure Ersatzstrukturen geschlossen werden müssen oder wenn Armut im Alter durch ungleiche Erwerbsbiografien zunimmt. Von Heesen argumentiert, dass patriarchale Erwartungsmuster Männer oft in die Rolle des Hauptverdieners drängen, was Druck, Sinnkrisen und geringe Präsenz in Familie und Pflege begünstigen kann. Gleichzeitig erschwert es Frauen den gleichberechtigten Zugang zu Karriere, Einkommen und Machtpositionen. Die Diskussion macht sichtbar, dass moderne Gleichstellungspolitik auch Arbeitsmarkt- und Familienpolitik ist, weil sie Produktivität, Innovation und soziale Stabilität beeinflusst. Besonders überzeugend wirkt der Blick auf Prävention: Wenn Sorgearbeit fair verteilt und institutionell unterstützt wird, sinken Burnout-Risiken, Beziehungen stabilisieren sich und wirtschaftliche Teilhabe wird breiter. So wird Care als Schlüsselressource verstanden, nicht als privates Randthema.
Schließlich, Wege aus dem System: Männer als Teil der Lösung, Ein wichtiges Thema ist die Frage, wie Veränderung gelingen kann, ohne in Schuldzuweisungen stecken zu bleiben. Das Buch setzt darauf, Männer als Akteure der Transformation zu adressieren und die Vorteile eines Ausstiegs aus patriarchalen Skripten herauszustellen. Dabei geht es um neue Leitbilder, die Verantwortung, Fürsorge, Kooperation und emotionale Kompetenz einschließen. Der Autor skizziert, warum diese Neuausrichtung nicht nur gerechter, sondern auch entlastend ist: weniger sozialer Druck, bessere Gesundheit, tragfähigere Beziehungen und mehr Freiheit bei Lebensentscheidungen. Veränderungen werden als mehrstufiger Prozess sichtbar, der persönliche Reflexion, kulturellen Wandel und politische Rahmenbedingungen verbindet. Dazu gehören etwa Bildungsansätze, die Jungen früh Konfliktlösung und Empathie vermitteln, betriebliche Strukturen, die Vereinbarkeit und Gleichstellung fördern, und eine öffentliche Debatte, die Männlichkeit nicht an Dominanz koppelt. Der Nutzen dieser Perspektive liegt in ihrer Pragmatik: Wenn das Patriarchat Kosten verursacht, lohnt es sich, Alternativen zu entwickeln, die messbar wirksam sind. Das Thema ermutigt dazu, Gleichstellung als gemeinsames Projekt zu verstehen, bei dem Männer nicht nur Zielgruppe von Kritik, sondern Partner bei Lösungen sind. Dadurch wird Veränderung anschlussfähig, ohne den Anspruch auf strukturelle Reformen zu verwässern.